"Billig und gefährlich - Kontrolleure in der Schnäppchenwelt"

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In Zeiten von knappen Kassen bei den Bürgern haben Billigwaren und Schnäppchen Hochkonjunktur. Markenprodukte sind dagegen weniger gefragt. Häufig bleibt mit der Qualität auch die Sicherheit auf der Strecke. So sind extrem billige Textilien nicht selten auch extrem mit Schadstoffen belastet, besonders preiswerte Steckdosenleisten haben sogar schon ganze Häuser in Brand gesetzt. Auch bei billigem Kinderspielzeug werden immer wieder Sicherheitsmängel entdeckt, die zur Todesfalle für die Kleinen werden können. Die Ingenieure Geerd Oertel und Bodo Fräßdorf haben solchen gefährlichen Produkten von Berufs wegen den Kampf angesagt.
Gemeinsam mit acht Kollegen vom Referat Produktsicherheit der Hamburger Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz sind sie für sämtliche Kontrollen in Läden, Baumarktketten, Hinterhofgeschäften, auf Wochenmärkten und bei Containerlieferungen im Hafen in der Hansestadt zuständig. Filmemacher Hans-Walter Döring hat die beiden Beamten für Produktsicherheit bei ihren Einsätzen begleitet. In seiner Reportage zeigt er, wie die Kontrolleure Waren bei Händlern konfiszieren und Produkte im Labor testen. So manches Ergebnis verschlägt selbst den Profis die Sprache, weil das Erzeugnis hochgradig gefährlich ist. Der Film dokumentiert aber auch, dass die engagierten Einsätze der Produktprüfer nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein können. Für flächendeckende Kontrollen steht den Ländern zu wenig Geld und zu wenig Personal zur Verfügung. Bodo Fräßdorf nimmt zum Beispiel regelmäßig gemeinsam mit seinen Kollegen vom Hafenzoll Stichproben aus Containern unter die Lupe, meistens sind es nur zwei von 22.000 Containern, die täglich in Hamburg anlanden. Doch die beiden Produktprüfer sind davon überzeugt, dass ihre Arbeit Sinn macht. Jedes Jahr werden von der EU rund 2.000 Artikel als gefährlich eingestuft und aus dem Handel genommen. Sicherlich wäre die Zahl der Unfälle aufgrund gefährlicher Produkte sonst um einiges höher.


Schauen Sie selber sofort hier in der "Rapex-Datenbank" nach, ob und welche "Non-Food-Produkte" von den Fachleuten als gefährlich eingestuft worden sind.

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